Dienstag, 18. Dezember 2012

Parteiübergreifende Begeisterung über Genitalverstümmelung. Deutsche Politiker eröffnen uns mit barbarischen Urzeit-Ritualen religiotische Zukunftperspektiven.


Mit klaren Worten rügte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (ohne auch nur einen Moment geistiger Besinnung) die Beschneidungs-Richter. "Mit schrumpliger Vorhaut", so die Kanzlerin, "machen wir uns zur Komiker-Nation."
Ein wahrer Empörungsorkan der Gottesanbeter fegte übers Land. Das Jahrtausende alte, barbarisch-blutige Steinzeitritual werde man sich von nichts und niemandem verbieten lassen.

Die Kanzlerin, aufgezogen in einem professionellen Religioten-Elternhaus und nach dem DDR-Finale flugs in eine Religioten-Partei übergewechselt, leidet unter ganz besonders schwerer Religiotie.

Und so kam es, dass die beschneidungsmässig euphorische schwarz-gelbe Regierung ratzfatz ein verfassungswidriges Beschneidungsgesetz zusammenzimmerte. Allen religioten Volldeppen voranpreschend ausgerechnet die (liberale!!!) Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger.

Sogar der schwule Grüne, Volker Beck, entpuppte sich als religioter Prophet-Mose-Spezialist und erntete damit bei den vor Homohetze triefenden (weil sich auf Mose berufenden!) Juden, Moslems und Christen ein fettes Lob.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann und die Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses Charlotte Knobloch, waren ob des Beschneidungsurteils völlig von Sinnen. Wenn Genitalverstümmelung verboten werde, werde "jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich sein".

Bangend um ihre eigenen schönen Rituale schrien auch die Gottesanbeter von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz Zeter und Mordio. Genitalverstümmelung fällt nämlich, genauso wie priesterlicher und bischhöflicher Minderjährigenmissbrauch, unter Religionsfreiheit!

Selbst die Evangelische Kirche in Deutschland konnte sich nicht mehr einkriegen: Das elterliche Recht der Personensorge in religiösen Dingen sei ein hohes Rechtsgut. Gerade es diene dem Wohl des Kindes. Religiöse Indoktrination sei Elternrecht, da können die kleinen Buben noch so brüllen, bluten und heulen.


Endlich also diktiert nun auch wieder Glaubenswahn die deutsche Gesetzgebung. Religioses Irresein regiert in Bundestag und Bundesrat. Dermassen geistig bescheuert hat sich die absolute Mehrheit des Deutschen Bundestages lange nicht mehr vorgeführt. Sage und schreibe 434 deutsche Parlamentarier leiden unter offenbar unheilbarer schwerster Religiotie. Halleluja!

Michael Schmidt-Salomon: „Religiotie ist eine selten diagnostizierte (wenn auch häufig auftretende) Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindesalter ausgelöst wird.“

Wenn „religiöse Tradition“ zum gesetzlich geschützten Gut wird, warum beamen wir uns dann nicht gleich - sagen wir mal, mit einer gesetzlichen Regelung für Menschenopfer (eine schöne, sehr alte religiöse Tradition) - in die Wahnvorstellungen der Vorzeit zurück?

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