Donnerstag, 6. November 2014

Hape Kerkeling, der 1. Schwule, der in den Himmel darf


Natürlich können auch Schwule von Gottessehnsucht übermannt werden. Nach Kerkelings pseudoreligiösem Erstlingswerk (Ichbindannmalweg, verkauft 5 Millionen plus), folgt nun sein zweites Vergötterungswerk und auch diese Liebe-Gott-Ranschleim-Schwarte verspricht wieder ein Millionenkracher zu werden. Jedenfalls ein paar Mäuse mehr, als für die Kaffee-Krüger-Werbe-Trulle.

Je schwindender die Zahl der Christen, desto anschwellender das Heer christlicher Religioten. Nach Uschi Glas "Vom Glauben durchflutet", Bundesmilitärprediger Joachim Gauck "das Wunder des Christentums" und Xavier Naidoo "Gott, unser Retter, du hältst uns die Treue" nun auch Hape Kerkeling als Orientierungsloser, der sich am "himmlischen Vater" festklammert und den Heilssuchenden was von der Wundertüte "Lieber Gott" vorbetet.

Oh Gott!

Ein paar der kerkelingschen Gottesbeschwörungen aus "Der Junge muss an die frische Luft"

1. Gott als Komponist:
„Gott bleibt für mich bis heute der unsichtbare Komponist einer wundervollen Musik“

2. Du sollst keine anderen Götter neben dem Lieben Gott haben:
„Nach seiner Musik zu urteilen, muss Gott phantastisch sein, und ich kann keinen einzigen Grund dafür erkennen, warum ich an ihm zweifeln sollte“

 3. Gott als Psychotherapeut:
„Also lege ich mich wieder hin, schließe die Augen, falte die Hände und bete starr vor Angst das Vater-unser rauf und runter. Etwas besseres fällt mir nicht ein“

4. Gott als Schneider:
„Ich glaube, Gott hat mich auch in die Welt gesetzt, damit ich meinen eigenen Maßstab finde ... Des Schöpfers Maßanzüge sitzen nun mal deutlich besser als die menschengemachte Dutzendware."

5. Tante Lisbeth:
eine „gotterfüllte Herzlichkeit“

6. Gottes Gehirnwäsche (Erstkommunion):
„Ab jetzt gehöre ich als vollwertiges Mitglied zur Gemeinschaft der gläubigen Christen. Gott erkennt mich nun.“

7. Gott als Engelmacher:
„Was mir damals hilft, ist meine Hoffnung: dass der liebe Gott oder einer seiner Engel die Sache schon richten wird.“

8. Frage nicht was du tun kannst, sondern lass Gott nur machen:
„Leg alles still in Gottes Hände“

9. Gott als Schwulenfreund:
„Es ist mir in die Wiege gelegt worden und nach meiner Überzeugung, auch wenn das einigen nicht in den Kram passen mag, von Gott gewollt.“

10. Gott als Taufpate: der Name Kerkeling bedeutet im Niederländischen so viel wie „Kirchling“

Literaturkritiker Denis Scheck vom Deutschlandfunk kommentiert (1.3.2015, Tagesspiegel):
Hape Kerkeling ist ein großer Entertainer, als Autor aber eine ganz kleine Nummer. Und mag sich dieser autobiographische Schichtkäse auch noch so gut verkaufen: Er bleibt doch Quark.

Keine Kommentare: